HolzWohnBau-Studie (HWB)

Siedlungen und Stadtquartiere in Deutschland im Vergleich zu den europäischen Nachbarländern: Standards, Baukosten und Umsetzungsempfehlungen

Laufzeit
Januar 2021 bis Dezember 2022

Bearbeitung

Projektleitung:
Ludger Dederich, Prof. Dipl.-Ing. Architekt, Rottenburg/Bonn
Bearbeitung:
Holger Wolpensinger, Dipl.-Ing., Bonn/Rottenburg
Lara Glowatzki, B.A., Bonn/Coburg
Roman Schaurhofer, B.Sc., Bonn/Wien

In Zusammenarbeit mit Dipl.-Holzwirt / Dipl. (FH) Umweltschutz Stephan Klein, Bonn
und in Kooperation mit Dipl.-Ing. Arnim Seidel / Informationsdienst Holz, Düsseldorf

Finanzierung
Das Projekt wird finanziert mit Mitteln des Bundesbauministeriums vertreten durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Rahmen des Förderprogramms „Zukunft Bau“

Kurzbeschreibung
In den Ballungszentren mangelt es an Wohnraum, weshalb vor allem kostengünstige Wohnungen neu gebaut werden sollen. Alleine in Deutschland fehlen 1,5 Millionen Wohneinheiten (WE). Gleichzeitig sieht der Klimaschutzplan 2019 der Bundesregierung einen deutlichen Rückgang der Gebäudeemissionen um 23% bis 2030 vor. Auch die anderen europäischen Nachbarländer haben sich verpflichtet weitreichende Klimaschutzziele umzusetzen. Deshalb setzen Kommunen, neben dem energieeffizienten Bauen an sich und dem Einsatz Erneuerbarer Energien, zunehmend auf das Bauen mit Holz als einer entsprechenden Option. Ende September 2019 hat die ARGEBAU zudem die Förderung des Holzbaus beschlossen. Die Frage ist daher, wie Holzbauweisen im Segment der Siedlungen und Stadtquartiere weiter etabliert werden können, um die Möglichkeiten für den großvolumigen Wohnungsbau um eine umweltfreundliche Variante zu erweitern. Deshalb sollen die Motivationen der Bauherren, Investoren und Auftraggeber in Ballungszentren systematisch erfasst und ausgewertet werden. Unklar ist bislang, welche Bauweisen gewählt wurden bzw. warum man sich zugunsten dieser entschieden hat, welche Rolle die Baukosten bei der Entscheidung zugunsten der Holzbauweise spielten und welche Optimierungspotentiale gegeben sind. Dies soll in der Studie untersucht, herausgearbeitet und unter Bezugnahme realisierter Siedlungs- und Quartiersprojekte dokumentiert werden.

Die Untersuchung erfolgt auf der Grundlage von (Stand Antragstellung 10/2019) 34 Wohnsiedlungen und Stadtquartiere in Holzbauweise mit mehr als 100 Wohneinheiten und zusammen 7.144 WE, davon 16 in Deutschland (mit 3.862 WE). 25 der 34 Siedlungen und Quartiere in Holzbauweise wurden nach 2010 umgesetzt bzw. befinden sich in der Realisierung. Seit dem Start der Studie im Januar 2021 sind weitere Holzwohnbau-Vorhaben recherchiert worden. Dadurch können in Europa mehr als 70 Holzwohnbau-Projekte ab 100 WE innerhalb der HWB-Studie untersucht werden, wovon etwas mehr als 50 bereits fertiggestellt sind (Stand 7/2021). Die großvolumigen Holzbau-Projekte werden auf dieser Webseite dokumentiert, systematisiert und ausgewertet. Die Ergebnisse der Studie werden zusätzlich zu einer Publikation im Rahmen einer Fachtagung (vermutlich als Hybridveranstaltung Online und als Präsenzveranstaltung) zum Abschluss des Vorhabens im Herbst 2022 vorgestellt.

Informationen zum Forschungsvorhaben beim Drittmittelgeber:
www.zukunftbau.de/projekte/forschungsprojekte/forschungsfoerderung/1008187-2040